Erste Bewohner in der Nordstadt II in Heppenheim eingezogen

Heppenheim. Seit 20. Januar dieses Jahres wohnen Patrick Eck und seine Frau Eva-Maria im Neubaugebiet „Nordstadt II“ und sind damit die ersten Bewohner der neuen Siedlung an der Gunderslachstraße von Heppenheim. Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) überreichte nach altem Brauch Brot und Salz als Willkommensgeschenk.

Bereits vor drei Jahren hat sich der gebürtige Heppenheimer Patrick Eck mit seiner Frau Eva-Maria auf die Suche nach einem neuen Zuhause gemacht und dabei durch Zufall von der Möglichkeit erfahren, sich auf Bauplätze im Neubaugebiet „Nordstadt II“ bei der Stadt Heppenheim bewerben zu können. Im Frühjahr 2018 haben er und seine Frau sich dann durch die Rücksendung des von der Stadt herausgegebenen Bewerbungsfragebogens auf ein Grundstück beworben. Bei der Vorbereitung des darauffolgenden Losverfahrens konnte die Firma Terramag GmbH aus Hanau, die auch die Baulandentwicklung des ca. 8 Hektar großen Baugebietes übernommen hat, der Stadt behilflich sein. Denn ein solches Losverfahren ist nicht leicht umzusetzen, um allen Grundstücksinteressenten die gleichen Chancen einzuräumen.

Bürgermeister Burelbach begrüßte seine neuen Bürger freudig und hieß sie herzlich willkommen. Der Schritt, die Entwicklung des Baugebietes mit der Terramag GmbH als Treuhänder der Stadt Heppenheim anzugehen, hat sich – wie nicht zuletzt der rege Baufortschritt zwischenzeitlich zeigt – als richtig erwiesen. Das Baugebiet umfasst eine Größe von zirka acht Hektar, auf denen etwa 200 Bauplätze, überwiegend für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften, entstehen. „Bei der Vergabe der 57 städtischen Grundstücke war eines der Kriterien soziales Engagement in unserer Stadt.“, meinte Bürgermeister Rainer Burelbach bei der Übergabe von Brot und Salz. Herr Eck engagiert sich seit über 10 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Heppenheim-Mitte und hatte damit seine Chancen, einen Bauplatz zu erhalten, entsprechend erhöht.

Aber Herr und Frau Eck hatten auch Glück: aus den 430 Bewerbern wurden sie und 64 weitere Interessenten ausgewählt und die Grundstücke unter diesen Teilnehmern verlost. Zwar konnten die beiden nicht ihr ursprüngliches Wunschgrundstück ergattern, am Ende stellte sich jedoch heraus, dass das von ihnen erworbene Grundstück doch eine Traumlage direkt am Rande des Baugebiets hat. „Der Blick auf die Weinberge in Heppenheim kann der Familie Eck erst einmal nicht verbaut werden.“, versprach Bettina Straßmann, Projektleiterin der Terramag GmbH.

Im Juli 2019 konnte mit dem Bau ihres neuen Zuhauses begonnen werden und genau fünf Monate später wurde es schlüsselfertig von der Firma Kirsch Wohnungsbau aus Weinheim übergeben. Die Außenanlagen haben Herr Eck und seine Frau in Eigenleistung erbracht. Die Beziehungen zu ihren Nachbarn zu ihrer linken und rechten Seite seien schon jetzt sehr freundschaftlich. „Darüber bin ich besonders froh, denn wir müssen ja die nächsten Jahrzehnte gut miteinander auskommen!“, so Patrick Eck.

 

Ganz besondere Trauben

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Nordtstadt II: Ein Kunstwerk aus Kieselsteinen ziert den „Winzerkreisel“ am Neubaugebiet

Heppenheim. Die Mühle für den „Mühlenkreisel“ im Süden Heppenheims fehlt noch, ist aber in Auftrag gegeben. Dagegen gibt es bereits Trauben und Kelter, seit einer Woche fertig montiert auf einem Erdhügel auf der B 3. Weshalb am Freitagvormittag der „Winzerkreisel“ am Heppenheimer Neubaugebiet Nordstadt II offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte.

4000 Euro hat der Weinbauverband Hessische Bergstraße nach Angaben des Vorsitzenden Otto Guthier für das aus Etsch-Kieselsteinen geschaffene Kunst- werk des Südtirolers Adolf Mayer hingelegt, um den für 900 000 Euro vom Entwickler Terramag gebauten Verkehrskreisel am nördlichen Stadtrand zu verschönern.

Erst Idee, dann Verzögerung
Im Frühsommer 2017 bereits war die Idee für eine Skulptur im Verband aufgekommen, mit der auf die Bedeutung der Stadt mit ihren 180 Hektar Rebfläche für den Weinbau aufmerksam gemacht werden sollte. Danach wurden Gespräche mit Stadtverwaltung und Hessen Mobil zwecks Umsetzung geführt. Aber während der Südtiroler –

der schon die Skulpturen für den Wein- und Stein-Pfad der Winzer geschaffen hat – ein halbes Jahr lang die passenden Steine in der Etsch sammelte und die fertige Traube im Sommer 2018 bereits nach Heppenheim lieferte, sorgten Bau- mängel am Verkehrskreisel dafür, dass das Projekt immer weiter nach hinten geschoben werden musste.

Umso erfreuter zeigten sich die Beteilig- ten, dass das am Fastnachtssamstag von Mitarbeitern der Firma Antes Weinbau und Rebveredlung mithilfe eines Traktors installierte und fest verankerte Kunstwerk jetzt endlich präsentiert werden konnte. Die Steintraube allein wiegt 350 Kilogramm, die Kelter noch einmal das gleiche.

Ergänzt wird die Skulptur in den nächsten Wochen durch acht Rebstöcke; außerdem soll der Hügel künftig eine sogenannte Bienenweide bieten. Guthier hofft jetzt, „dass das Kunstwerk lange steht“ – der Kreisel hat in seiner kurzen Existenz schon einiges aushalten müssen, ein Autofahrer ist erst oben auf dem Hügel zum Stehen gekommen. Diese Hoffnung dürfte auch Bürgermeister Rainer Burelbach teilen. Er bedankte sich bei den Initiatoren, erinnerte aber auch daran, dass sich die finanzielle Beteiligung der Stadt gut sehen lassen kann: Bevor der Weinbauverband sein Kunstwerk verankern konnte, mussten allein 42 000 Euro für Fundament, Erdarbeiten und Statiker hingeblättert werden. Hinzu kamen 15 000 Euro für die Verkehrssicherung. Für Burelbach ist der neugestaltete Kreisel „ein kleiner Baustein, um Heppenheim noch schöner zu machen“. Zu dieser Verschönerung wird in den nächsten Wochen auch die Begrünung der benachbarten Lärmschutzwand hin zur Nordstadt II gehören. Der Auftrag hierfür ist inzwischen vergeben worden. Heppenheim verfügt inzwischen über sieben Verkehrskreisel, die frühere Ampelanlagen ersetzen: zwei auf der B 3 (Darmstädter- und Ludwigstraße), zwei auf der Bürgermeister-Metzendorf-Straße, zwei auf der Bürgermeister- Kunz-Straße, einen auf der B 460 (Lorscher Straße) und einen nach wie vor eher provisorischen auf der Mozartstraße.

 

Bergsträßer Anzeiger vom 29.02.2020

In der Nordstadt II geht es flott voran

Neubaugebiete: Vor allem in der Westhälfte des Areals ist bereits eine ganze Reihe von Häusern zu erkennen

Heppenheim. Es ist atemberaubend, in welcher Geschwindigkeit Heppenheims Neubaugebiet Nordstadt II Gestalt annimmt, Haus um Haus entsteht. Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) konnte am Dienstagabend im Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsaus- schuss mitteilen, dass die Vermarktung der zur Verfügung stehenden städtischen Grundstücke dem Ende zugeht. Nur noch zwei Areale an der Lärmschutzwand zur B 3 sind, nachdem sich die ursprünglichen Interessenten zurückgezogen haben, zu vergeben. Sie bieten Platz für zwei Doppelhaushälften, also vier Häuser. „Städtischerseits haben wir damit alles abgewickelt“, so Burelbach. Aber natürlich gibt es noch die privaten Grundstücke, die nicht nach sozialen Kriterien zugeteilt werden und deshalb in der Regel wohl deutlich teurer als die städtischen zu haben sein dürften. Diese waren per Losverfahren und zu Quadratmeterpreisen von 392 Euro vergeben worden. Auf die Frage, ob und wann die privaten Grundstücke bebaut werden, habe man als Stadt keinen Einfluss, erläuterte Burelbach. Was bedeuten könnte, dass angesichts der zu erwartenden Wertsteigerung viele Freiflächen auch in zehn Jahren noch ungenutzt sein könnten – wie in der Nordstadt I an vielen Stellen auch Jahrzehnte nach dem Baubeginn.

Das ist bei den von der Stadt veräußerten Flächen anders. So sieht man auf zwei benachbarten Arealen von 2918 beziehungsweise 2343 Quadratmetern im nordwestlichen Teil des Neubaugebietes derzeit die sieben Mehrfamilienhäuser der LIG-Bau wachsen: 56 Zwei- bis Dreizimmerwohnungen entstehen hier, die bereits an einen Investor verkauft sind, der diese Wohnungen dann zur Miete anbieten wird. Beide Gebäudegruppen sind unterkellert und erhalten jeweils einer Tiefgarage. Insgesamt 85 Stellplätze werden zur Verfügung stehen, außerdem wird es Kellerabteile für die Wohnungen geben. Burelbach sagte, er gehe davon aus, dass das Projekt im Zeitplan ist und die Häuser bis Jahresende stehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft der sie- ben Mehrfamilienhäuser sollen – entlang des Bahndamms und parallel zur Gunderslachstraße – auf insgesamt 5773 Quadratmetern Fläche 27 Reihenhäuser entstehen. Ein Bauantrag hierfür ist nach Angaben des Bürgermeisters in der Vorbereitung. Außerdem sei inzwischen die Baugenehmigung für ein weiteres Mehrfamilienhaus erteilt worden, das auf einem 735 Meter großen Grundstück etwa in der Mitte des Neubaugebietes errichtet und bis zu 13,5 Meter Firsthöhe erreichen wird.

Bereits fertig beziehungsweise im Roh- bau weit fortgeschritten sind eine ganze Reihe von Ein- und Zweifamilienhäusern vor allem in der westlichen Hälfte. Hier sind inzwischen schon Straßenzüge zu erkennen, wie beispielsweise an der Kalkasterstraße.

Wohnraum für 600 Menschen
Das Neubaugebiet Nordstadt II wurde von der Terramag entwickelt und weist 12,6 Hektar auf, für den eigentlichen Hausbau 7,72 Hektar. Der Rest wird für die Infrastruktur benötigt. Hier entsteht Wohnraum für etwa 600 Menschen in mehr als 300 Wohneinheiten, in Nachbarschaft zur bestehenden Nordstadt I. Mehr als 1000 Interessenten beteiligten sich an einem Losverfahren, um an einen der von der Stadt zur Verfügung gestellten rund 70 Bauplätze zu kommen. Konnte man doch richtig Geld sparen: Während für private Bauflächen schon mal 600 Euro oder mehr gezahlt werden müssen, hatte der Magistrat entschieden, deutlich unter diesem Preis zu bleiben, um vor allem jungen Familien eine Chance zu geben, zu Wohneigentum zu kommen.

Bergsträßer Anzeiger vom 31.01.2020

Realisierung der Schlossplatzbebauung rückt näher

Quartiersentwicklung Fronhof/Kanzleigebäude: Stadt Hanau und Bietergemeinschaft Terramag/Baugesellschaft Hanau schließen Entwicklungsvertrag ab

Hanau, 15. November 2019 – Die Quartiersentwicklung Fronhof/Kanzleigebäude hat durch den Abschluss des Kauf- und Erbbaurechtsvertrages mit der Stadt Hanau einen weiteren Meilenstein erreicht. Die Geschäftsführer Thomas Müller (Terramag GmbH) und Jens Gottwald (Baugesellschaft Hanau) unterzeichneten an diesem Donnerstag gemeinsam mit Manfred Gutberlet (Leiter Fachbereiche Grundstücke und Logistik der Stadt Hanau) das Vertragswerk, welches die Grundlage einer anspruchsvollen Quartiersentwicklung an historischer Stelle darstellt. Somit wurde auch der letzte Mosaikstein zum Abschluss des Innenstadtumbaus innerhalb des Wettbewerblichen Dialogs (Wedi) erreicht und „Hanau ́s Wohnzimmer“ bekommt mit dem Schlossplatz, dem Fronhof und dem denkmalgeschützten Kanzleigebäude ein neues Gesicht.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich die Entscheidung über den Quartiersumbau vis-à-vis von Altstadt und Congress Park Hanau (CPH) nicht leicht gemacht und die Auswahl auf Basis einer anspruchsvollen Konzeptvergabe in die Wege geleitet, in der sich nach breiter öffentlicher und politischer Debatte die Bietergemeinschaft Terramag und Baugesellschaft Hanau mit einem urbanen Konzept aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Gastronomie durchgesetzt hatte. Herzstück des Konzeptes ist der geplante Umzug der Hanauer Traditions-Tanzschule Berne in den geplanten Neubau, der anstelle des „Haus des Handwerks“ errichtet und zukünftig gemeinsam mit dem sanierten Kanzleigebäude den Fronhof zu einem echten Innenhof umschließen wird.

Auch zukünftig sollen in dem dann neu gestalteten Fronhof Festivitäten, wie etwa das jährliche Lamboyfest, ihren Platz finden, während außerhalb der Festzeiten junge und ältere Besucher der Tanzschule das gastronomische Angebot der Altstadt nutzen können. Für Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist diese Nutzung geradezu idealtypisch für ein urbanes Quartier inmitten einer historischen Altstadt und stellt für die Stadt einen großen Gewinn dar.

Die Terramag GmbH plant ihren derzeitigen Stammsitz von der Westbahnhofstraße in das Kanzleigebäude am Schlossplatz zu verlegen. Während für die Obergeschosse dann Büronutzungen geplant sind, sollen im Erdgeschoss event-orientierte Räumlichkeiten für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten von Hanauer Vereinen und nicht zuletzt für die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGHA) geboten werden. „Wir sind uns der Verantwortung für einen sensiblen Umbau und eine transparente Nutzung des ehemaligen Kanzleigebäudes bewusst und sehen im Einklang wirtschaftlicher und öffentlicher Interessen an dieser Stelle ausdrücklich kein Problem.“, macht Terramag Geschäftsführer Thomas Müller seine Haltung hierzu deutlich. „Aber auch ein Denkmal braucht eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung und hätte sicherlich keine Zukunft, nur als Kulisse vergangener Zeiten zu dienen“.

Während Terramag sich maßgeblich um das denkmalgeschützte Kanzleigebäude bemühen wird, obliegt der Baugesellschaft der Part für den Neubau anstelle des heutigen „Haus des Handwerks“. Für Jens Gottwald, Geschäftsführer der Baugesellschaft Hanau eine Herausforderung, die ihm allerdings nur wenig Angstschweiß auf die Stirn treibt: „Wir sind mit den Anforderungen und Besonderheiten, die ein Neubau in historischem Umfeld verlangt, bestens vertraut.“ so Gottwald, der auf zahlreiche ähnlich anspruchsvolle Innenstadtprojekte wie das „Haus des Jugendrechtes“ und den Neubau an der Niederländisch-Wallonischen Kirche als Referenzen verweisen kann. Dennoch bleibt der Schlossplatz auch für die Baugesellschaft eine besondere Herausforderung, sollen doch in dem Neubau nicht nur stadtgestalterische Ansprüche verwirklicht, sondern auch Nutzungen wie Tanzschule, Gastronomie und Wohnen unter einem Dach zusammengeführt werden. Gemeinsam mit der Stadt wird die Baugesellschaft jetzt auch noch einmal im Detail prüfen, inwieweit sich ein Hotelkonzept in die bestehende Gesamtplanung sinnvoll integrieren lässt.

Mit Abschluss des Vertrags haben nunmehr zunächst die Planer das Wort, wobei das Team aus Baugesellschaft Hanau und Terramag GmbH durch den namhaften Frankfurter Architekten Stefan Forster komplettiert wird, der seine Fähigkeiten bereits beim Neubau an der Niederländisch Wallonischen Kirche unter Beweis stellen durfte.

Wenn es nach den Plänen der Beteiligten geht, soll spätestens im Herbst 2020 mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die Hanauer Bürgerinnen und Bürger dürfen auf jeden Fall sehr gespannt auf den Umbau und die Sanierung ihrer „Gudd Stubb“ sein.

Hanau, den 15.11.2019

 


Bild: Abschluss Kauf- und Erbbaurechtsvertrag
von links: Manfred Gutberlet, Notar Uwe Steinkrüger, Thomas Müller, Jens Gottwald

Baustellenbegehung in Bad Orb

Bad Orb, 18. September 2019 – In Bad Orb konnten gestern interessierte Bürgerinnen und Bürger das Neubaugebiet „Michaelstraße/Lauzenstraße“ begehen und Fragen an die beteiligten Baufirmen und Bauamtsmitarbeiter/-innen stellen.

Über 70 Anwohner, Bauplatz-Interessierte und Grundstücksbesitzer aus Bad Orb haben sich gestern Nachmittag bei bestem Wetter gemeinsam auf den Weg zum Neubaugebiet gemacht. Begrüßt wurden sie zunächst von Bürgermeister Roland Weiß (unabhängig), der sich über so viel Resonanz freute. „Wir geben Ihnen heute die Möglichkeit, alle Fragen zu stellen, die Sie zu dem Neubaugebiet haben. Wir danken insbesondere der Firma Terramag GmbH und Kropp-Bau, die bisher alle Vorarbeiten geleistet haben und Ihnen heute Ihre Fragen beantworten werden.“

 

Noch immer stehen die Verkaufspreise für die Baugrundstücke nicht fest, es sei aber klar, dass die Stadt sie nicht zum Selbstkostenpreis verkaufen könne, denn auch die Erschließung koste Geld, so Bürgermeister Weiß. Nach der Begrüßung machte sich der Tross auf den Weg Richtung Neubaugebiet, wo bereits erkennbar ist, wo nach der Fertigstellung die Straßenführung entlangläuft und wo die neuen Häuser stehen werden. In einem eigens aufgestellten Baucontainer konnten die Besucher und Besucherinnen die Baupläne anschauen und Fragen stellen.

 

„Hier entstehen insgesamt 63 Grundstücke auf einer Gesamtfläche von 5,5 Hektar. Für eine Ausgleichsfläche für Eidechsen, die umgesiedelt werden mussten, ist bereits oberhalb des Baugebiets gesorgt.“, so Christian Priemer, Projektleiter des in Hanau ansässigen Unternehmens Terramag, das für die Baulandentwicklung in treuhänderischer Weise für die Stadt Bad Orb agiert.

 

Ein junges Pärchen aus Frankfurt hat sich am Mittag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg nach Bad Orb gemacht. „Mit der Bahn und dem Bus waren wir etwas mehr als eine Stunde unterwegs, so lange braucht man manchmal von einer Seite der Stadt bis zur anderen mit dem Auto. Seit 10 Jahren suchen mein Mann und ich nach einem Bauplatz.“ Obwohl sie ihr Umfeld aufgeben und lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssten, gefällt dem jungen Pärchen die Idee, hier zu wohnen und sich ein Eigenheim zu bauen. „Wir wohnen im Frankfurter Nordend, wo es eigentlich immer laut ist. Hier ist es schön ruhig, die Luft ist sauber und die Aussicht vom Baugebiet aus ist traumhaft. In so einer Gegend möchten wir unsere Kinder aufziehen.“, meint die junge Frau, die sich noch am Morgen auf die Liste der Bauplatz-Interessierten hat setzen lassen. Dort stehen insgesamt 180 Bewerber, die in einem Vergabe-Verfahren der Stadt Bad Orb entweder eines der Grundstücke erwerben können oder leer ausgehen.

 

Die Bauamtsleiterin Sabine Mühl wurde von den Bauplatz-Interessierten gefragt, wer denn eine Chance habe, ein Baugebiet zu erstehen: „Die Vergaberichtlinien stehen schon so gut wie fest, es wird aber noch ein wenig dauern, bis wir sie der Öffentlichkeit bekannt machen können. Solange müssen sich die Bewerber noch gedulden.“ Wer sich heute noch über die Bauplätze in Bad Orb informieren oder sich gar bewerben möchte, kann dies auf dem eigenen kommunalen Immobilienportal KIP | Bad Orb unter: www.kip.net/bad-orb vornehmen.

 

„Es gibt kein No-Go“